Klaus Peter Will von Smokersplanet interviewt Annette Meisl

by Annette Meisl

Wenn Leidenschaft zur Berufung wird

Es gibt Menschen, die ihren Lebensweg nicht strategisch planen, sondern ihm mit Konsequenz und innerer Überzeugung folgen. Annette Meisl, bekannt als „Señora La Galana“, gehört zu diesen Persönlichkeiten. Im Interview, das am 26. Januar 2026 von Klaus Peter Will für Smokersplanet geführt wurde, spricht sie über ihren außergewöhnlichen Weg zur Zigarre, ihre Haltung zum Handwerk und die Philosophie hinter La Galana.

Das ausführliche YouTube-Video, in dem Annette Meisl im Gespräch zu sehen ist, finden Sie hier:
➡️ https://www.youtube.com/watch?v=j7fGGIA8feQ

Eine Reise zu den Wurzeln des Handwerks

Der Ausgangspunkt war eine Reise nach Kuba, die Annette Meisls Verhältnis zu Genuss, Kultur und Handwerk nachhaltig veränderte. Die Begegnung mit der kubanischen Lebensart – mit Musik, starken Persönlichkeiten und der sinnlichen Präsenz der Zigarrenwelt – wurde zum Impuls für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem traditionellen Handwerk des Zigarrenrollens.

Ihre Ausbildung führte sie zu erfahrenen Torcedores nach Nicaragua und Honduras. Besonders prägend war die Lehrzeit bei einer jungen Meisterin indigener Herkunft in einer abgelegenen Region nahe der guatemaltekischen Grenze. Dort erlernte Annette Meisl das Handwerk von Grund auf – mit Geduld, Präzision und tiefem Respekt vor dem Rohstoff Tabak.

La Galana: Wo Tradition auf Haltung trifft

Im Gespräch mit Klaus Peter Will am 26. Januar 2026 wird deutlich, dass La Galana kein klassisches Geschäftsmodell verfolgt, sondern Ausdruck einer klaren Haltung ist. Die Manufaktur versteht sich als offener Salon – ein Ort des Austauschs und der bewussten Auseinandersetzung mit Genuss. Transparenz in der Herstellung, persönliche Präsenz und handwerkliche Konsequenz bilden das Fundament des Konzepts.

La Galana ist damit weit mehr als Produktionsstätte: Sie ist ein kultureller Raum, in dem das Handwerk sichtbar und erlebbar bleibt.

Die Philosophie hinter den Zigarren

Für Annette Meisl ist jede Zigarre ein eigenständiges Werk mit Charakter. Im Interview betont sie, dass Zigarren keine anonymen Konsumgüter sein dürfen, sondern Persönlichkeit und Wiedererkennbarkeit besitzen sollen. Diese Haltung spiegelt sich in den Linien von La Galana wider:

  • Salon Churchill – ausgewogen, mild und komplex, konzipiert für lange, konzentrierte Genussmomente

  • Petit Toro – kürzer, elegant und zugänglich, ideal für bewusste Pausen

Mehr als eine Manufaktur

La Galana versteht sich als Ort der Begegnung. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, bei denen Zigarrenkultur mit Musik, Literatur und Gespräch verbunden wird. Im Interview beschreibt Annette Meisl die internationale Prägung ihres Publikums: Gäste reisen aus dem In- und Ausland an, um die besondere Atmosphäre der Manufaktur zu erleben.

Diese Vielfalt an Begegnungen ist kein Zufall, sondern Teil des Selbstverständnisses von La Galana als lebendiger Kulturort.

Handwerk mit Substanz

Das Gespräch vom 26. Januar 2026 verdeutlicht, dass handgerollte Zigarren Zeit, Erfahrung und Konzentration erfordern. Der verwendete Tabak stammt aus Honduras und wird in einer Partnermanufaktur verarbeitet, die von Kubanern aus dem traditionsreichen Anbaugebiet Viñales geführt wird. Damit verbindet La Galana honduranische Herkunft mit kubanischer Handwerkstradition.

Ein Ort der Inspiration

Heute steht La Galana für eine eigenständige Zigarrenkultur, die sich bewusst von Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit abgrenzt. Das Zusammenspiel aus Persönlichkeit, Handwerk und Raum macht die Manufaktur zu einem festen Bezugspunkt für Genießerinnen und Genießer, die Tiefe und Authentizität suchen.

La Galana – ein Ort, an dem Tradition, Handwerk und Haltung zusammenfinden.


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